Inklusionshilfe an Trierer Schulen

Die Stadt Trier setzt seit 2020 das Konzept „Inklusionshilfen an Trierer Schulen“ um. Ziel des neuen Konzeptes ist es, Inklusion als festen Bestandteil von Schule zu verankern und so allen Kindern und Jugendlichen eine Teilhabe am Schulalltag nach ihren individuellen Bedürfnissen zu ermöglichen und sie in ihrem Lernen bestmöglich zu unterstützen.

Als Träger der freien Jugendhilfe ist der treffpunkt am weidengraben e.V. für die Umsetzung der Inklusionshilfen im städtischen Sozialraum 4 zuständig und wir arbeiten eng mit Schulen, Familien und weiteren Fachstellen zusammen.

Wer wir sind

Systemische Inklusionshilfe

Die Arbeit der systemische Inklusionshilfe umfasst verschiedene Aufgaben – insbesondere:

  • Einschätzung des individuellen Unterstützungsbedarfs der Kinder
  • Abstimmung mit Lehrkräften, Eltern und weiteren Beteiligten
  • Koordination und fachliche Begleitung der eingesetzten Inklusionshilfen
  • Beratung zu Fragen rund um Inklusion im schulischen Kontext

Gemeinsam mit allen Beteiligten wird erarbeitet, welche Unterstützung sinnvoll ist und wie diese im Schulalltag umgesetzt werden kann.

Hinweis:

Eine längerfristige Unterstützung im Rahmen der Inklusionshilfe setzt eine fachärztliche Diagnose voraus und ist notwendig für den Kostenträger, das Jugendamt Trier. Sie dient als Grundlage für die Feststellung des Unterstützungsbedarfs und die Einleitung entsprechender Maßnahmen.

Pool- Inklusionshilfe

Unsere Pool-Inklusionshilfen arbeiten direkt mit den Kindern und unterstützen sie im Unterricht und im Schulalltag.

Das Pool-Konzept ermöglicht eine flexible Organisation unserer Arbeit: Die Fachkräfte leisten keine Einzelbetreuung, sondern sind für mehrere Kinder innerhalb einer Klasse oder auch klassenübergreifend zuständig. Sie unterstützen im Klassenkontext und tragen maßgeblich dazu bei, dass Inklusion Teil von Schule ist. Durch diese Umstellung des Konzepts kann auf unterschiedliche Bedarfe angemessen reagiert werden.

Die Unterstützung umfasst unter anderem:

  • Hilfe bei Orientierung und Konzentration im Unterricht
  • Unterstützung beim Verständnis und der Bearbeitung von Aufgaben
  • Förderung sozialer Kontakte
  • Begleitung in Konfliktsituationen
  • Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit

Ein Teil der Unterstützung wird bewusst in den Klassenkontext eingebunden, sodass auch die Klassengemeinschaft davon profitieren kann.

Zusammenarbeit als Grundlage

Inklusion im schulischen Kontext gelingt vor allem durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dazu gehören insbesondere Lehrkräfte, Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie die Schule als Organisation.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, diesen Prozess fachlich zu begleiten und verlässliche Strukturen zu schaffen.

Ziel der Inklusionshilfe

Ziel unserer Arbeit ist es, Kinder so zu unterstützen, dass sie zunehmend selbstständig am Unterricht und am Schulleben teilnehmen können. Die Inklusionshilfe wird dabei so gestaltet, dass sie sich perspektivisch reduzieren kann, wenn die notwendige Selbstständigkeit erreicht ist. Wir verstehen unsere Arbeit als Stütze des sozialen Gefüges innerhalb der Schulen und Klassen und bieten den Kindern die Unterstützung, die sie brauchen, um sich nach ihren individuellen Möglichkeiten zu entfalten und weiterzuentwickeln.

Zuständigkeiten Sozialraum 4

Sarah Rosche - Systemische Inklusionshilfe
Katharina Bieg - Systemische Inklusionshilfe

Um sich ein besseres Bild unserer Arbeit machen zu können, schauen Sie sich gerne folgendes Video an